oben: Baubeginn des Waisenhauses in Laghman
Erstversorgung und nachhaltige Unterstützung für Rückkehrer aus Pakistan:
1 800 ehemalige afghanische Flüchtlingsfamilien (das umfasst ca 18 000 Menschen) sind aus Pakistan in ihre alte Heimat zurückvertrieben. Wir haben sie in den vergangenen 12 Wochen mit umfangreichen Lebensmittelrationen und Decken versorgt.
Wichtiger als diese Erstversorgung ist uns aber eine nachhaltige Hilfe für diese mittellosen Rückkehrer:
Die afghanische Regierung stellt den Abertausenden Flüchtlingsrückkehrern kostenlos unbesiedeltes Land zur Verfügung: unbewohnt, weil karg, trocken, steinig…
Deswegen planen wir dort auch den Bau weiterer Brunnen mit jeweils einer solarbetriebenen Elektropumpe. (Grundwasser erst in ca 100 -120 m Tiefe!)
In einem weiteren Programm werden wir zunächst ca 300 Familien helfen, ihre neuaufzubauenden Lehmhäuschen mit einer adäquaten kleinen Solarpanele auszustatten, damit sie Strom haben.
Landkrankenhaus in Planung
Des Weiteren steht die große Planung für das Landkrankenhaus an. Es soll in einem großen Areal entstehen, in dem schon Tausende der Flüchtlingsrückkehrer vom afghanischen Staat Land für den Bau eines Lehmhäuschens und für den Anbau von Nahrungsmitteln erhalten haben. Immer weitere kommen dazu. Übrigens: diese Gegend der Rückkehrer, der Bezirk Khugiani in der Provinz Nangahar ist, wie auch schon berichtet, zufälligerweise genau die Gegend, in der mein Mann in den 1980ger Jahren während des Krieges der Sowjetunion gegen die Afghanen illegal als Arzt half. Damit begann damals unsere jetzt 40 jährige Hilfe und auch unsere Liebe zu diesem Land und seinen Menschen.
Neue Schulen – nur wenn Abitur auch für Mädchen
Die afghanische Provinzregierung bittet uns bei allen Besuchen immer wieder, weitere neue Schulen zu bauen. Alleine in der Provinz Nangahar würden 1000 Schulen fehlen!
Dieser Bitte begegnen wir wiederholt mit der strikten Antwort: sehr gerne, sobald Mädchen wieder Abitur machen und studieren dürfen. Leider liegt die Entscheidung dazu nicht bei den „normalen“ und durchweg vernünftigen Politikern in den 38 Provinzen und in Kabul, sondern bei dem religiösen Hardliner und Talibanchef Achunzada in Kandahar, der mit Dekreten regiert. (sowas gibt es ja nicht nur in Afghanistan!) Aber vielleicht hilft ja steter Tropfen auf den Stein!
PC- und Schneiderinnenausbildung mit Zukunftschancen:



Deshalb konzentrieren wir uns weiterhin auch auf unsere „Routinehilfe“:
Weiterhin unterrichten wir , auch ältere (!) , Mädchen in unseren PC Klassen mit der möglichen weiteren Ausbildung zum PC – Lehrer/ Lehrerin;
Das Gleiche gilt für unsere Schneiderinnenklassen.
Regelmäßiges Gehalt zahlen wir allen unseren PC- und Schneiderinnenlehrerinnen
sowie unserem medizinischen Personal. Insgesamt sind das ca 300 landesübliche, gute und sichere Gehälter.
Medizinische Behandlung und Unterstützung für besonders kranke Kinder mittelloser Familien
Zu unserer Routinehilfe gehört auch seit Jahren die Sorge und Organisation von weiterer medizinischer Hilfe für meistens kleine, junge, oft sehr kranke Kinder in Afghanistan durch unseren treuen und fleißigen Arzt vor Ort in Kabul.
Diese Patienten werden uns angetragen, meist von Helferkreisen aus ganz Deutschland, die sich um Verwandte von Geflüchteten in Afghanistan kümmern, die in ihrer Heimat nicht mehr weiterwissen. Die Kinderhilfe übernimmt in der Regel die Kosten für notwendige Operationen, Medikamente, medizinische Weiterversorgung
Baubeginn des Waisenhauses in der Provinz Laghman:




In der Provinz Laghman haben wir mit dem Bau eines weiteren großen, schönen Waisenhauses plus Schule für ca 100 Kinder begonnen.
Neues Schulprojekt in Lahore/Pakistan:
Und zu guter Letzt hat sich auch wieder ein kleines neues Projekt in Lahore/Pakistan ergeben:
Eine unserer christlichen Schuldirektorinnen unserer vor 10 Jahren in Pakistan gebauten christlich- moselmischen Schulen hat in Lahore eine neue kleine christliche Schule gegründet. Die Schülerzahl wächst wie Pilze im Sommerregen. Wir unterstützen sie mit Geld für Lehrmaterial und mit Ziegelsteinen, um das Haus aufzustocken für weitere Klassenräumen.
… und auch unser Container steckt fest
Ach ja, und dann ist da noch unser Container mit den vielen von Ihnen bereitgestellten Pc´s, medizinischem Material…. , der vor Weihnachten per Container auf die Reise über Dubai, Iran nach Afghanistan geschickt wurde.
Der hängt jetzt mit tausenden „Leidensgenossen“ im Hafen von Dubai und wartet, bis endlich wieder Schiffe die Straße von Hormus passieren dürfen.!
Last but not least: unser Dank an Sie und Euch!
All das, liebe Freunde und Interessierte der Kinderhilfe Afghanistan, können wir nur und ausschließlich auf die Beine stellen und bewerkstelligen dank so vieler kleiner und auch großer Spenden – Ihnen allen großen und herzlichen Dank im Namen aller, die damit Hilfe erfahren!
