Einsatz für die Kinderhilfe Afghanistan
Pizzaverkauf in der Schule
Schüler der 5. Klasse der Hermann-Zierer-Schule setzen sich für eine Schule in Pakistan ein und helfen damit den Mädchen und Buben in Afghanistan.
Heute besuchte uns in der Schule Frau Erös und erzählte uns eine Schulstunde lang etwas über die Kinder in Afghanistan. Frau Erös betreut eine Schule in Pakistan. Im Religionsunterricht haben wir uns mit dem Thema Armut in der Dritten Welt beschäftigt. Auch im Erdkundeunterricht lernten wir etwas über die Entwicklungsländer in der Welt.
Frau Erös betreibt zusammen mit afghanischen Mitarbeitern in einem Flüchtlingslager bei Peshawar in Pakistan eine Schule. Sie besucht regelmäßig auf eigene Kosten diese Schule, überwacht die Finanzierungen und bietet Hilfen im pädagogischen und materiellen Bereich an.
Wir haben auch genau etwas über die anstehenden Kosten erfahren. Die Miete, Wasser und Stromkosten betragen 300 DM pro Monat. Schul- und Ausbildungsmaterialien kosten pro Schüler etwa 25 DM im Jahr. Die Lehrer- und Lehrerinnen verdienen 60 DM, die Wächter 50 DM im Monat.
Zuerst erzählte uns Frau Erös etwas über dieses Land. Uns hat besonders überrascht, dass in Afghanistan noch Tausende Minen vom letzten Krieg in der Erde liegen. Kinder spielen damit und werden teilweise schrecklich verletzt. Das Land ist noch immer zum größten Teil zerstört. Auch wunderte es uns besonders, dass Mädchen keine Bedeutung haben und nicht einmal zur Schule gehen dürfen. Nur im Nachbarland Pakistan ist das möglich.
Um diesen Kindern und der Schule zu helfen haben wir einen kleinen Verkauf veranstaltet. Insgesamt zehn Schüler der 5. Klasse und unsere Religionslehrerin verkauften in der Pause an Kinder der Schule selbstgemachte Pizza und Kuchen. Ein Schüler stand an diesem Tag schon um 6 Uhr auf, um seiner Mutter beim Pizzabacken zu helfen. Etwa 300 DM kamen durch diese Aktion zusammen und wurden als Spende an die Schule, die durch Frau Erös zusammen mit afghanischen Mitarbeitern betrieben wird, weitergeleitet. Wir haben nachgerechnet, was unsere Spende wert ist. Für ein Jahr können dadurch 12 Kindern Schul- und Ausbildungsmaterialien besorgt werden. Immer wieder hat Frau Erös betont, dass die Hilfe nur zur Selbsthilfe dienen soll.
Unsere Spende hilft den Buben. Sie können eine Schule besuchen und einen Beruf erlernen. Damit sind sie später in der Lage, ihre Familien zu ernähren und dem ewigen Kreislauf der Gewalt zu entrinnen. Die Mädchen lernen Lesen und Schreiben. Damit werden sie selbstständig und selbstbewusst und später Mütter kleinerer Familien und gesünderer Kinder. Afghanische Lehrer/innen haben in dieser Schule wieder eine sinnvolle Arbeit gefunden und können mit dem Gehalt ihre Familien ernähren. Ein Schüler meinte, dass es uns nichts ausmachen sollte, etwas von dem abzugeben oder zu teilen, was wir haben.
Kleiner Flohmarkt - Große Hilfe
Die Klasse 2 b mit ihrer Klassenlehrerin hatte beim Sommerfest 1452,26 DM gesammelt: mit einem riesigen Flohmarkt und, indem die Kinder alle Schulfestbesucher engagiert um Spenden baten - Spenden für afghanische Flüchtlingskinder in Pakistan.
Über deren Schicksal hatten die Zweitklässler in diesem Schuljahr eine Menge erfahren. Vor allem haben sie gelernt, unter welch ärmlichen Verhältnissen viele Kinder dieser Erde leben müssen und wie froh sie sind, wenn sie, auch unter einfachsten Bedingungen, eine Schule besuchen und Lesen, Schreiben und Rechnen lernen können.
Der gesammelte Betrag reicht einen Monat, um 18 afghanische Lehrerinnen zu entlohnen, die 500 Flüchtlingskinder unterrichten sowie Miete, Strom und Wasser für ein einfaches Gebäude zu bezahlen. Organisiert und betreut wird diese Schule von der Familie Erös, die während des Afghanistankrieges selbst drei Jahre in Pakistan und Afghanistan gearbeitet hat. |