Kinderhilfe Afghanistan

Afghanistan

Oberpfälzer hilft den Erdbebenopfern

1000 Familien bekommen Nahrung und Geld für den Wiederaufbau ihrer Häuser
VON CHRISTINE SCHRÖPF, MZ vom 12.10.2005
Während die internationale Hilfe für die Erdbebenopfer ins Rollen kommt, packt ein Oberpfälzer seit Tagen kräftig zu. Dr. Reinhard Erös aus Mintraching (Lkr. Regensburg), Gründer der Kinderhilfe Afghanistan, hat die Katastrophe auf afghanischer Seite miterlebt, 125 Kilometer vom Epizentrum entfernt. „Ich hatte das Gefühl, die Welt geht unter, die Erde tut sich auf, und wir stürzen hinein”, sagt der frühere Bundeswehrarzt, der nach der ersten Panik sofort ein Hilfsprojekt startete.
Auch auf afghanischer Seite hatte es Tote und viele Verletzte gegeben, unzählige Menschen sind obdachlos. 400 Familien, deren Hab und Gut zerstört wurde, hat Erös in den ersten Tagen unterstützt. „Alle bekamen ein Nahrungspaket mit Reis, Fett, Zucker und Tee – und 100 Euro für den Wiederaufbau.” Ein für afghanische Verhältnisse stattlicher Betrag. 100 Euro entsprechen dem Viermonatseinkommen einer Bauernfamilie, sagt er. Bis zum Wochenende sollen weitere 600 Familien unterstützt werden. Erös war vor rund zwei Wochen ins Land gekommen, um eine neue Schule der Afghanistanhilfe für 1500 Kinder einzuweihen. Die Organisation hat in den vergangenen drei Jahren insgesamt zehn neue Schulen errichtet. Alle Gebäude haben die Katastrophe unbeschadet überstanden, keines ist zusammenstürzt und hat Kinder unter sich begraben. „Wir haben vorausschauend erdbebensicher gebaut.”
Für seine Arbeit bitte Dr. Erös um Spenden: Ligabank Regensburg, BLZ 750 903 00, Ktn. Nr. 132 5000.
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