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BR-Lebenslinien zeigt wie unsere Arbeit und die Kinderhilfe Afghanistan sich über lange Jahre hinweg zu dem entwickelten, was wir heute sind. (45 Minuten)

Die Friedensschule SHAJEED AREF

"Die Tinte des Schülers ist heiliger als das Blut der Märtyrer". Fest eingemeißelt ist dieses Leitmotiv in die Steinplatte der Shajed Aref Schule in Jalalabad. Das ist ein starkes Symbol des Aufbruchs in einem Land, im dem über Jahrzehnte die Märtyrer als Helden verehrt wurden und unter dem Druck der Kriege die Bildung immer mehr am Boden lag.

Shajeed Aref (zu deutsch: der Märtyrer Aref) war nämlich einer der herausragenden jungen Männer, der für sein Volk mit besonderer Tapferkeit gegen die Russen gekämpft und sein Leben dabei gelassen hat. Ihm zur Ehre wurde diese wohl größte Bubenschule Jalalabads, vielleicht sogar des ganzen afghanischen Ostens benannt. Und nun wird genau an dieser Schule die Bedeutung der Bildung für heiliger erachtet als die Hingabe des sich sich im Kampf gegen die Feinde aufopfernden Märtyrers.

Durch die Wirren der vergangenen Jahre waren die vorhandenen Gebäude in erbärmlichem Zustand und viel zu klein für die steigende Schülerzahl, sodass bei Wind und Wetter im Freien unterrichtet werden musste. Diese widrigen Bedingungen gehören endlich der Vergangenheit an.

Von August 2004 bis April 2005 haben wir ein modernes zweistöckiges Schulgebäude mit 40 Klassenzimmern errichten können, in denen an die 4000 Schüler unterrichtet werden - im bewährten "Zweischichten-Verfahren": die einen Klassen kommen vormittags und die anderen nachmittags. Viele Schüler radeln über lange Strecken eine ganze Stunde lang hin zur Schule, denn sie wissen, dass sie mit dem Unterricht hier wesentlich bessere Ausbildungschancen haben als den anderen Schulen in ihrer näheren häuslichen Umgebung.

In den vielen Festansprachen zur feierlichen Eröffnung am 14. April 2005 klang dann auch immer wieder durch, wie wichtig Bildung und gute Schulen für die Zukunft des Landes sind, wie viel es gerade auf diesem Sektor noch zu tun gibt, nicht nur in Bezug auf Gebäude, sondern bezogen auf das gesamte Bildungswesen und wie wertvoll jede Hilfe ist, die auf möglichst einfachem Wege Hilfe zur Selbsthilfe leistet. Der Dank der Redner ging sowohl an Dr. Erös als auch an alle Schülerinnen, Schüler und Menschen in Deutschland, die dazu bisher beigetragen haben.

Der komplette Text der Steinplatte...

... die links vom Eingang zur Schule die Wand ziert. Hier Dr. Erös mit Verantwortlichen des Erziehungswesens

Das neue Gebäude wartet auf seine Schüler

Impressionen aus der Bauphase

Feierliche Grundsteinlegung der neuen Bubenschule am 2. Juni 2004.

Die Bauarbeiten starten zügig

Im September 2004 war das erste Stockwerk im Rohbau fertig.

Hier die Rohbauphase des zweiten Stockwerks Nun ist das neue Gebäude bald bezugsfertig

Der aktuelle Flyer
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Schülerin

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