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Die Erös-Familie: Ein Leben für Afghanistan

Afghanistan

1979 – 1989 Überfall und Krieg der Sowjetunion gegen Afghanistan
1989 – 2001 Bürgerkrieg und Taliban
Seit Oktober 2001 - Der Krieg der „Anti-Terror-Allianz“
Seit Januar 2002 – Interimsregierung und Wiederaufbau
Die Zerstörung der Landwirtschaft
Schlafmohn-Opium-Heroin: die Wiedergeburt einer Geisel
Die medizinische Versorgung
Die Minen
Die Flucht


Seit Oktober 2001 - Der Krieg der „Anti-Terror-Allianz“

Der Luftkrieg der USA und der Bodenkrieg der sogenannten „Nordallianz“ gegen die Taliban und die Terroristenbande des Arabers Osama Bin Laden, waren militärisch erfolgreich. Die Taliban wurden aus ihren politischen Machtpositionen in Kabul und den meisten Städten verdrängt und die ausländischen Terroristen der Al Qaida zum Teil aus Afghanistan vertrieben, gefangen genommen oder getötet. Insbesondere Im Osten und Süden des Landes geht der Krieg gegen versprengte Kämpfer aber unvermindert weiter. Ein Ende der Kämpfe ist nicht in Sicht.
Der Luft-Krieg trifft allerdings auch die unschuldige Zivilbevölkerung Afghanistans. Tausende wurden getötet und verletzt, Zehntausende verloren ihr Hab und Gut und mussten ihre Dörfer verlassen, sind wieder einmal auf der Flucht.

Die Anzahl der im Winter Verhungerten und Erfrorenen ist (noch) nicht bekannt.
Im März diesen Jahres hat – als ob dieses Land noch nicht genug gebeutelt wäre - ein gewaltiges Erdbeben nördlich von Kabul Hunderten das Leben gekostet, Tausende verwundet und Zehntausende obdachlos gemacht. 

Seit Januar 2002 – Interimsregierung und Wiederaufbau

Nach der erfolgreichen Konferenz in Petersberg bei Bonn und der Einsetzung einer Interimsregierung unter Führung des moderaten und charismatischen Paschtunen Hamid Karzai herrschen erstmals seit Jahrzehnten wieder Hoffnung auf Frieden und Aufbruchstimmung in Afghanistan und auch im Ausland. Mit Unterstützung und „sanftem Druck“ vor allem westlicher Länder hat die Interimsregierung im Frühjahr eine Loya Jirga, die traditionelle große Ratsversammlung, vorbereitet, an der alle gesellschaftlich relevanten Gruppen vertreten sein sollten. Die Vereinten Nationen haben zeitgleich mit der Einsetzung der Interimsregierung Karzai eine Internationale Friedenstruppe ISAF ( International Stabilisation Forces Afghanistan ) nach Kabul entsandt, um dort die Stabilität der neuen Regierung und die Sicherheit zumindest in Kabul zu gewährleisten.
Zur Überraschung vieler Beobachter hat im Juni tatsächlich dieser Große Rat unter dem Schutz der Internationalen Friedenstruppe ISAF im Juni getagt und trotz erheblicher Störmanöver von verschiedenen Seiten und Fraktionen erfolgreich eine Übergangsregierung für zwei Jahre gewählt. Zum Präsidenten wurde Hamid Karzai mit überwältigender Mehrheit aus allen Gruppen gewählt. Die wesentlichen Aufgaben dieser Übergangsregierung sind die Erstellung einer neuen demokratischen Verfassung für Afghanistan und die Vorbereitung von freien Wahlen, die erstmals seit Jahrzehnten wieder in Afghanistan im Sommer 2004 stattfinden sollen.
Die UNO scheint – anders als 1989 – jetzt auch fest entschlossen, den politischen und wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes anzupacken und ein „nation building“ ernsthaft anzupacken.
Die internationale Staatengemeinschaft und die großen Hilfsorganisationen, vereinzelt auch hoch qualifizierte Exilafghanen und clevere Geschäftsleute kehren zunehmend nach Kabul zurück, um dort am Aufbau eines prosperierenden und friedlichen Afghanistan mitzuwirken. Die zu Beginn des Jahres bei der Geber-Konferenz in Tokio versprochenen Hilfsgelder ( ca. 5 Milliarden US Dollar) zum Wiederaufbau treffen allerdings nur spärlich im Land ein. Und sie erreichen bislang bevorzugt die Hauptstadt Kabul. In der Peripherie des großen Landes ist von einem Wiederaufbau wenig zu spüren. Nur wenige Hilfsorganisationen sind auch außerhalb Kabuls tätig, insbesondere im Osten und Süden des Landes wäre es – so die Begründung – noch zu unübersichtlich und gefährlich. Das verbittert die Menschen in den Dörfern und kleinen Städten in den Ostprovinzen, die in den 23 Jahren Krieg, unter der Dürre der vergangenen Jahre und unter dem Taliban-Regime der Jahre 1994 – 2001 besonders gelitten haben.
Sollten sich die Hilfe für Afghanistan generell und insbesondere der Aufbau von Schulen, Krankenhäusern, die Kultivierung der Landwirtschaft und der Ausbau einer Verkehrsinfrastruktur in den Provinzen nicht bald sichtbar und spürbar verbessern, ist die Saat für weitere kriegerische Konflikte gesät. Waffen und Kriegsgerät befinden sich noch Hekatombenweise im Land und „Interessenten“ an einer Zuspitzung der politischen Instabilität gibt es im Land und außerhalb Afghanistans zur Genüge.
Aus diesem Grund arbeitet die KINDERHILFE AFGHANISTAN mit ihren schulischen und medizinischen Hilfsprojekten gezielt in den Provinzen außerhalb Kabuls, insbesondere im Osten des Landes.

(weiter)


Afghanistan

zerstörtes Kabul

Polizist in Kabul

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